Das Kindeswohl muss vorrangig beachtet werden

Aufruf von UNICEF Deutschland und Deutschem Kinderhilfswerk vor dem Bund-Länder-Gipfel

Vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise und des anstehenden Bund-Länder-Treffens zum geplanten Entlastungspaket fordern UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk, dass Bund, Länder und Gemeinden alles tun müssen, damit Familien gut durch den Winter kommen und die Kluft zwischen den Kindern in Deutschland nicht größer wird.

Bereits in der Corona-Pandemie wurden die Interessen und Bedarfe von Kindern und Jugendlichen nicht ausreichend in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt. Die negativen psychischen und physischen Auswirkungen auf Kinder, Jugendliche und ihre Familien wurden durch Studien mehrfach belegt.

Gerade in der jetzigen krisenhaften Situation sollten Kinder und Jugendliche unterstützt und gestärkt werden, besonders, wenn sie in benachteiligten Familien aufwachsen. Ihre Interessen gehören in der aktuellen Debatte um finanzielle Prioritäten ganz oben auf die Agenda, so die beiden Kinderrechtsorganisationen. Dies ist aus der Sicht von Deutschem Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland unerlässlich für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk appellieren an die Bundesregierung sowie die Länder und Kommunen, dass bei allen im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Krise erlassenen Gesetzen, Verordnungen und Maßnahmen das Kindeswohl vorrangig beachtet wird. Darüber hinaus sollten die Interessen und Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien bei der Ausarbeitung von Entlastungspaketen systematisch berücksichtigt werden. Auch bei den laufenden Haushaltsverhandlungen auf Bundesebene und in den kommunalen Haushalten müssen Kinder und Jugendliche gerade jetzt stärker Beachtung finden, so die beiden Organisationen.

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Bild: Jarle Johansen/unsplash.com

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