Im Rahmen der Pilotstudie „Aktuelle Dynamiken politischer Intervention ‚von Rechts‘. Eine multi-lokale Untersuchung zur Jugendarbeit als Akteurin der Demokratiebildung“ wurde von den Forschenden ein Tool entwickelt, das insbesondere auch in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit angewendet werden kann und sollte.
In der Studie werden in verschiedenen in acht bundesdeutschen Lokalräumen aktuelle politische Interventionen, Konflikte und Aushandlungsprozesse rund um die Praxis der Offenen Kinder- und Jugendarbeit untersucht, unter Berücksichtigung ihrer Angebote der Kultur- und Bildungsarbeit. Es generiert neuere Befunde zu lokalspezifischen Konstellationen und Dynamiken und fokussiert die Frage, wie in solchen Prozessen ‚Skripte des Normalen‘ in Bezug auf Demokratiebildung, Jugendarbeit und Jugendpolitik (um)geschrieben werden.
Das daraus resultierende Tool dient dazu, die politische Kultur in der Jugendarbeit und Jugendarbeitspolitik aktiv zu gestalten und angesichts der vielfältigen Herausforderungen standfest zu machen. Dabei knüpft es an die jeweiligen lokalen Herausforderungen und Besonderheiten an und stellt die Bedarfe und Expertise der Handelnden in den Vordergrund.
Das Tool kann sowohl für die Einzelarbeit genutzt werden, als auch in Arbeitsgemeinschaften, Gremien, Institutionen, politischen Parteien oder pädagogischen Teams. Ziel ist es, politische Interventionen kritisch einzuordnen, die politische Kultur vor Ort zu stärken und gemeinsame Strategien und geteilte Verständnisse zu entwickeln.
Zum Forschungsverbund gehören neben dem Forschungsleiter, Dr. Nils Schuhmacher (Uni Hamburg) folgende Forschende:
- Christoph Bochentin (Frankfurt University of Applied Sciences)
- Prof. Dr. Jennifer Hübner (Katholische Hochschule NRW)
- Hannah Jestädt (Uni Siegen)
- Tina Leber (Hochschule Niederrhein)
- Kai Nolde (freier Sozialwissenschaftler Hamburg)
- Jana Sämann (Uni Siegen)
- Erik Theuerkauf (Hochschule Merseburg)
Bild: hin-bong-yeung/unsplash.com







