Kommt, wir reißen Zäune ein!

Barrieren für geflüchtete Kinder und Jugendliche abbauen – Zugänge zu Jugendarbeit und Ferienfreizeiten schaffen 

30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention ist für die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge NRW ein Anlass, erneut darauf hinzuweisen, dass die Rechte des Kindes für alle Kinder gelten, egal, woher sie kommen.

Seit 2017 gibt es Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund, die mit ihren Eltern länger als die bekannten 3 Monate in einer Landeseinrichtung untergebracht sind. Hintergrund ist, dass diese Familien aus Ländern kommen, die von der Bundesregierung als sogenannte sichere Herkunftsländer eingestuft wurden. Sie werden also keiner Kommune zugewiesen und haben weder Zugang zu Schule noch zu Angeboten der Jugendarbeit, sondern warten isoliert auf ihr weiteres Schicksal.

Diesen Zustand, der durch die Umsetzung des Asylstufenplans NRW gesteuert wird, kritisierte die Aktionsgemeinschaft bereits mit dem Appell zum Weltkindertag 2018 unter dem Titel „Von Damaskus bis Bad Salzuflen – die Rechte auf Entwicklung, Spiel und Bildung gelten überall!“.

Das stetige Anliegen der Aktionsgemeinschaft, alle Flüchtlingskinder in Ferienfreizeiten mit zu nehmen, greift bei diesen Kindern und Jugendlichen ins Leere, da
sie nicht in der Kommune sind. Stattdessen ruft die Aktionsgemeinschaft Träger und Einrichtungen der Jugendarbeit dazu auf, wohnortnahe Angebote in den Ferien zu veranstalten.  Adressen von Landesunterkünften und den dazugehörenden Betreuungsverbänden finden wir im Netzheft des Flüchtlingsrates NRW (ab Seite 80). Vielleicht ist die Organisation einer Stadtranderholungsmaßnahme möglich und verringert die Isolation in den Landesunterkünften?!

Die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW fordert die Anwendung der UN Kinderrechte für alle Kinder, egal woher sie kommen, wo sie leben, egal welchen Status und welchen sozioökonomischen Hintergrund sie haben. Nutzt dafür besonders die Veranstaltungen und Maßnahmen im diesjährigen Jubiläumsjahr „30 Jahre UN Kinderrechtskonvention“.

Quelle: www.pixabay.com

Beitragsbild von F.K. Waechter